Review #6: Complete Zombies vs. Robots TPB

Collecting: „Zombies vs. Robots“ #1-#2, „D’Airain“ #1-#2, „Zombies vs. Robots vs. Amazons“ #1-3

Writer: Chris Ryall
Penciller: Ashley Wood
Cover Artist: Ashley Wood

Worum geht es eigentlich in den Werken von Ashley Wood und Chris Ryall ?
Das ist eine Frage die sich nicht all zu leicht beantworten lässt.
Fest steht, dass Roboter und Zombies eine zentrale Rolle spielen aber um dies festzustellen muss man nicht einmal die Werke gelesen haben.
Die Geschichte beginnt mit drei Wissenschaftlern die ein Portal in die Zukunft erschaffen haben. Schön ist, dass sich Ryall nicht daran aufhält, erklären zu versuchen, wie dieses Portal funktionieren soll, denn daran scheiterten meiner Meinung nach bisher alle Autoren (siehe Inception, Evangelion etc…) Die Wissenschaftler taten es einfach.
Direkt auf den ersten Seiten nach einer kurzen Einführung beschließt auch schon einer der drei Wissenschaftler durch das Portal zu gehen.
Zurück kommt nur ein halb verwestes Bein.
Einer der noch verbliebenen zwei Wissenschaftler meint, dass menschliche Stärke allein „auf der anderen Seite“ nicht ausreichen würde.
Also begibt er sich in einen Kampfanzug und schreitet durch das Portal. Der Leser geht sozusagen mit ihm hindurch und bekommt zum ersten Mal die Welt hinter dem Portal zu sehen.
Der letzte zurückgebliebene Wissenschaftler aktiviert in seiner Einsamkeit alle sich in dem Waffenstützpunkt befindeten Roboter und muss sehr schnell feststellen, dass einige eine A.I.(künstliche Intelligenz) besitzen.
Klasse finde ich ,dass dies parallel erzählt wird. Die Geschichte des einen Wisschenschaftlers befindet sich im oberen Teil der Seite, die des Anderen im Unteren (siehe Bild unten).

Ganz nach ‚Ghost in the Shell‘ besitzen einige Roboter eine A.I. undzwar um Situationen im Krieg besser einzuschätzen und beurteilen zu können. Der Roboter tötet den Wissenschaftler. Dann stürzt auch der sich in dem Kampfanzug befindende Wisschenschaftler durch das Portal zurück. Mit ihm kommen Zombies durch das Portal, die er auf der anderen Seite getroffen hat und gegen die er kämpfte. „And so it begins“ Die Menschheit wie wir sie kennen wurde ausgelöscht aufgrund des Virus, der durch das Portal kam. Einzig ein Menschenkind überlebte und das versuchen nun Roboter zu schützen um es dann zu klonen und die Menschheit neu auferstehen zu lassen.
Was mit diesem Menschenkind passiert und wer Skull Face Bertie ist erfahrt ihr in ZVR, will ja nicht zu viel spoilern .. Anzumerken ist noch der Einfallsreichtum Ryalls. So kreiert er nicht nur auf Seiten der Zombies einzigartige Wesen sondern auch auf Seiten der Roboter.
Er schafft verschiedene „Roboter-Klassen“, so gibt es z.B. Guardbots, Docbots, Warbots und noch viele mehr. Alle haben ihre bestimmte Funktionen und sogar Persönlichkeiten. Die Welt von Zombies VS Robots braucht keine Menschen.
Jedoch ersetzten die Roboter keinesfalls die Menschen als Kopie, sie sind ganz eigen und haben ihre eigenen Charaktermerkmale die sich von den typischen menschlichen teils grundlegend unterscheiden.

In Zombies VS Robots VS Amazons geht es um ,wer hätte es gedacht, Amazonen (Ein Volk, bestehend aus ausschließlich Frauen) die die Apokalypse überlebt haben. Jedoch werden auch sie mit dem Horden konfrontiert. In ihrer Not kommt ihnen jedoch ein Roboter zu Hilfe, Skull Face. Währendessen sich ZVR und D’Airain (wobei ich nicht weiß, was alles zu dieser zweiteiligen Serie gehören soll..) noch eingermaßen bemüht realistisch zu wirken, trifftet ZVRVA völlig ab.
Allein die Präsenz von Amazonen genügte nicht, am Ende wird sogar noch eine neue „Rasse“ eingeführt.

Dieses Gesamtwerk schafft es jedoch auf einzigartige Weiße eine ernste Story mit so vielen komischen Aspekten zu füllen, ohne das sie selbst komisch wirkt in ihrer Gesamtheit.

So, genug Geschwafelt. Kommen wir zum künstlerischen Aspekt:
Ashley Wood zählt zu meinen Liebsten und das zurecht.
Im Gegensatz zu anderen Artisten ist er ein wahrer Künstler.
Viele Beschrenken sich darauf ,die Dinge darzustellen wie sie nunmal sind. Ashley ist da jedoch anders. Er versucht Neues. Er revolutioniert den einseitig gewordene Comic-Stil.
So malt er seine Cover zum Beispiel mit Ölfarben (!!) Man könnte ihn allein aufgrund des Cover sofort identifizieren. Noch nie habe ich etwas Vergleichbares gesehen. Doch es sind nicht nur die Cover, die ihn so einzigartig machen. Sein unverwechselbarer Zeichenstil in dem Band fällt einem auch sofort ins Auge. Teils arbeitet er nur mit einfachen Strichen verschiedener Dicke und stellt Sachen trotzdem klar definierbar dar, teils nur mit Flächen.
(Bilder unten)


Auch mit den Farben geht er sehr sparsam um ,was ihn jedoch in seinem Darstellungsspektrum keineswegs einschränkt. Er arbeitet oft mit großen Buchstaben (wie in vielen Comics üblich, doch diese sind nicht am Computer erschaffen sondern selbst gezeichnet, wie auch teilweiße die Sprechblaßen). Ashley kann meiner Meinung nach als Ein-Mann-Armee angesehen werden. Wofür die meisten Comics oft 3 Personen brauchen macht er völlig allein. Die Zeichnungen ,die Inks, das Coloring.
Hier noch ein Auszug:

Diese Rezession spiegelt natürlich nur meine Meinung wieder, auch wenn ich an dieser Stelle anmerken will ,dass die Serie einen Eisner-Award bekommen hat, was ja wohl was heißen will.
Was mich ziemlich mit Vorfreude gepackt hat war, zu erfahren, dass sich Sony die Rechte für die Comic-Serie ins Boot geholt hat und wahrscheinlich ein Film drehen wird; mit Michael Bay als Regiseur.

Ich ärgere mich jedoch etwas über die Veröffentlichungsweiße.
2 Serien zu machen geht ja okay, aber warum D’Airain ins Leben gerufen worden ist erschließt sich mir nicht.
Ich empfehle jedem dieses Trade, die Einzelhefte sind nämlich größenteils nurnoch zu abstrusen Preisen zu bekommen und in welcher Reihenfolge diese zu lesen sind kann ich auch nicht beantworten..

Ich gebe diesem Band auf jedenfall 11/10 Punkten, der Eisner wurde zurecht vergeben. Mich konnte das Zweiergespann Wood und Ryall vollstens überzeugen und ich bin ein Fan geworden von Ashley’s Kunst. Kontrastprogramm was eine herausragende Qualität hat bietet sich selten, hier ist es in Perfektion vorhanden. Jeder der genug von Marvel, DC und Co. hat oder der einfach seinen Horizont erweitern will ist mit diesem Band bestens bedient.

Zum Schluss will ich euch nochmal von jeder Serie eines der wunderschönen Cover zeigen:

Gruß, Ginji.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Review

Eine Antwort zu “Review #6: Complete Zombies vs. Robots TPB

  1. Guter Einstand, Ginji. Es liest sich richtig gut und man spürt wahrlich deine Euphorie dem Werk gegenüber.
    Weiter so, überzeuge die Welt. 😉

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